Schuldenfalle Arbeitslosigkeit: Was Sie dagegen tun können

By | 14. September 2017

Arbeitslosigkeit ist ein schwerwiegendes Thema, welches viele Menschen gerne vermeiden möchten. Wer erst einmal arbeitslos geworden ist, hat leider auf dem heutigen Arbeitsmarkt nur wenige Chancen wieder aktiv zu werden. Nach einem Jahr Arbeitslosenzeit droht den meisten Menschen das befürchtete Hartz 4. Leider ist das oftmals auch der erste Schritt in die Schuldenfalle.

Arbeistlosigkeit kann schnell in die Schulden ühren.

Nicht wenige Bezieher des Hartz 4 haben einen  hohen Schuldenanteil. Bankschulden, Schulden bei der Krankenkasse, Stadtwerke, Kaufhäuser, Versandhäuser und viele weitere Gläubiger reihen sich an die Schuldenfalle an. In diesem Beitrag zeigen wir wie Betroffene mit den Schulden und der Schuldenfalle Hartz 4 umgehen können.

Schuldenfalle Arbeitslosigkeit: Wie kann es soweit kommen?

Wie der Name Grundleistungen bereits vermuten lässt, decken die Leistungen zur Grundsicherung nach SGB II die Grundbedürfnisse ab. Nun definiert jeder Bürger, darunter sicherlich auch Sie, die Grundbedürfnisse anders. Für den einen Bürger ist es ein Grundbedürfnis jeden Tag ein Bier zu trinken. Für jeden anderen ist es ausreichend Wasser aus dem Wasserhahn zu nutzen. Laut dem Gesetz zur Grundsicherung gehören zu den normalen Leistungen die den Grundbedarf  decken müssen folgenden Bestandteile:

  • Kosten für Unterkunft,
  • Heizkosten,
  • Stromkosten,
  • Telefon,
  • Lebens- und Genussmittel,
  • Gesundheitspflege,
  • Bekleidung,
  • Schuhe,
  • Möbel,
  • Haushaltsgeräte
  • Freizeitaktivitäten

 

Der Regelsatz für Hartz 4 Empfänger liegt bei rund 400 Euro. Davon müssen die meisten Kosten beglichen werden. Lediglich die Mietkosten und die Heizungskosten werden durch das Amt separat beglichen. Alles andere ist durch den genannten Regelsatz zu finanzieren. Die Kosten für Wohnungen und Heizungen werden aktuell von den Ämtern direkt an die Wohnungsverwaltung überwiesen. Somit ist die Gefahr an Mietschulden zu gelangen gering.

Die gravierendsten Schulden bei Hartz 4

Hartz 4 Empfänger geraten schneller in Schulden und somit in die Schuldenfalle als alle anderen Betroffenen. Fast jeder Empfänger einer Sozialleistung hat Schulden und steckt tief in der Schuldenfalle.

Stromanbieter sind meist nicht die einzigen Gläubiger.

Mit zu den häufigsten Schulden gehören unter anderem Energieschulden und Schulden durch Versandhäuser. Ebenfalls sehr häufig kommt es zu einer Schuldenentwicklung beim Jobcenter selber. Werden höhere Beiträge an den Sozialhilfeempfänger gezahlt, die jedoch unberechtigt waren, so kann das Amt diese Beiträge zurückfordern, was wiederum zu einer Schuldenfalle führen kann.

Was tun gegen die Schuldenfalle

Natürlich ist es für die meisten Hartz 4 Empfänger nicht einfach, dass Leben entsprechend zu gestalten. Die Ausgaben für den Lebensunterhalt sind vorhanden und nur wenige Empfänger können den Lebensunterhalt mit diesen geringen Einnahmen bewältigen.

Zu empfehlen ist: Sie sollten dafür Sorge tragen, dass Sie alle Leistungen des Amtes bekommen. Stellen Sie Anträge für Kleidung und andere Utensilien. Versuchen Sie sich beraten zu lassen, bevor Sie in die Schuldenfalle geraten.

Ist die Schuldenfalle bereits vorhanden, sollten Sie entsprechend handeln. Versuchen Sie Ratenzahlungen zu vereinbaren oder einen Schuldnerberater aufzusuchen. Besonders wichtig ist es, Schulden beim Amt und auch bei den Stadtwerken zu begleichen. Das Gleiche gilt für Schulden bei der Krankenkasse. Um Pfändungen zu vermeiden ist es anzuraten sich ein P-Konto zu besorgen. Dieses kann bei jeder Bank beantragt werden. Die Schuldenfalle kann jedoch am effektivsten verhindert werden, wenn sie versuchen die Schulden nicht aufkommen zu lassen.

 

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