Bezahlen im Internet: Die virtuelle Kreditkarte

By | 28. Mai 2018

Die Idee einer virtuellen Kreditkarte ist infolge der in den letzten Jahren steigenden Nutzung des Internets als Einkaufs- und Handelsplattform entstanden, da beim Online-Einkauf des Öfteren nur eine Bezahlung per Kreditkarte möglich ist. In den USA sind virtuelle Kreditkarten schon deutlich weiter verbreitet als bei uns in Deutschland. Doch auch hierzulande gibt es inzwischen einige wenige Anbieter dieser speziellen Form der Kreditkarte. Im Prinzip ist die virtuelle Kreditkarte mit den bereits weiter verbreiteten Prepaid-Kreditkarten zu vergleichen, nur dass man keine Plastikkarte erhält, sondern lediglich über die entsprechenden Daten wie Kreditkartennummer, Name des Kreditkarteninhabers, Ausstellungsdatum, Verfallsdatum und Prüfnummer verfügt. Zum Einkauf im realen Handel ist dieses Modell daher nicht geeignet, aber für Online- oder Katalog-Bestellungen hat man damit alles, was man braucht. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den bisher gängigen Angeboten um Prepaid-Karten, d.h. die Kreditkarte wird auf Guthabenbasis geführt.

Natürlich stellt sich die Frage, wozu brauche ich eine virtuelle Kreditkarte? Zum einen bietet sich dadurch eine Möglichkeit für Personen, die mangels regelmäßiger Einkünfte oder wegen eines negativen Schufa-Eintrags keine Kreditkarte erhalten, am Online- und Katalog-Handel teilzunehmen. Da die virtuelle Kreditkarte auf Guthabenbasis geführt wird, gibt es auch keine Bonitätsprüfung. Zum anderen kann man eine virtuelle Kreditkarte weder verlieren, noch kann sie einem gestohlen werden. Zudem verliert man selbst in einem möglichen Betrugsfall nur das Guthaben mit dem man die Karte aufgeladen hat.

Gänzlich gebührenfrei ist eine virtuelle Kreditkarte in der Regel aber nicht, wie am Beispiel der Wirecard Bank AG, dem ersten und bisher größten Anbieter auf dem deutschen Markt, zu sehen ist. Die Kontoeröffnung sowie der Erhalt der Online-Kreditkarte sind zwar kostenlos, für Transaktionen werden jedoch Gebühren fällig. Eine Geldeinzahlung per Überweisung kostet einen Euro, per Kreditkarte drei Prozent des Betrages, aber mindestens einen Euro. Das Bezahlen mit der Online-Kreditkarte ist für den Kunden kostenlos, für eine Überweisung auf ein anderes Wirecard-Konto werden 50 Cent erhoben.

Fazit: Vor allem für Personen, die oft im Internet einkaufen, aber aus verständlicher Vorsicht ungern ihre normale Kreditkartennummer im Internet bekanntgeben wollen, ist eine virtuelle Kreditkarte ein wertvolles und empfehlenswertes Zahlungsmittel.

 

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