Betrug am Geldautomaten: Cash-Trapping nimmt zu

By | 28. Mai 2018

Ob Sie ein kostenloses Girokonto bei einer Online-Bank haben, oder ein Girokonto bei einer Filialbank, in der Regel werden Sie sich an Geldautomaten mit Bargeld versorgen. Schon länger laufen Betrugsversuche am Bankautomaten denen beim Online-Banking den Rang ab.

Während bisher dabei das sogenannte „Skimming“, also das Ausspähen der Kartendaten und der PIN zur Erstellung von illegalen Karten-Duplikaten im Vordergrund stand, findet in der letzten Zeit eine vergleichsweise primitive Methode immer mehr Verbreitung.

Beim sogenannten „Cash-Trapping“ bringen Kriminelle am Ausgabeschacht des Automaten eine Attrappe mit einem dahinter liegenden Klebestreifen an. Der Automatenkunden glaubt bei einer Abhebung an einen Defekt des Automaten, da kein Geld ausgegeben wird. In Wirklichkeit bleibt das Geld aber an dem auf der Rückseite der Attrappe befindlichen Klebestreifen haften und wird damit auch nicht wieder eingezogen. Da diese Betrugsversuche in der Regel außerhalb der Schalteröffnungszeiten zum Zuge kommen, verlässt der verdutzte Kunde die Bank mit der Absicht sich am nächsten Tag mit dem Geldinstitut in Verbindung zu setzen. Dann kommen die Betrüger zurück und kassieren das am Klebstreifen befindliche Geld und der Betrag ist bereits vom Konto abgebucht.

Die Polizei rät im Fall, dass trotz Bestätigung der Abhebung am Bildschirm kein Geld ausgegeben wird, am Automaten zu bleiben und möglichst mit der Bank Kontakt aufzunehmen. Ein gut gemeinter Rat, allerdings dürfte das in den meisten Fällen außerhalb der Öffnungszeiten der Bank schwierig werden. Daher sollte man im Zweifelsfall über das hoffentlich mitgeführte Handy direkt die Polizei rufen.

Bisher erstatten die Banken in der Regel dem Kunden den Schaden, da in den meisten Fällen die Auswertung der Überwachungsvideos über die Manipulation und das spätere Abholen der Beute durch die vermummten Täter Klarheit bringt.

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